Flächenrohbau

 

Baubeginn der Flächen

Nachdem die Rumpfarbeiten erst mal abgeschlossen sind, rückt jetzt der Bau der Flächen in den Focus. Auch hier werde ich sicher von vielen Tipps aus Wilhelms langjähriger Erfahrung profitieren.

Wilhelm verleimt die Holmgurte. Der Holm besteht aus einem Ober und Untergurt. Diese sind wiederum in ihrer Stärke gedrittelt. Im ersten Drittel von der Wurzel aus sind sie dreifach verleimt, zweites Drittel zweifach und im letzten Drittel sind die Gurte einfach.

 

ein verleimter Gurt. Diese sind jeweils 2,40 m lang!

 

Der Frässatz der Flügelrippen. Pro Fläche werden 40 Rippen verbaut.

 

Rippensatz einer Fläche. (Wer nachzählt wird feststellen das es nur 35 sind. Die ersten 5 werden noch gefertigt)

 

 nachdem alle Rippen exakt auf dem unteren Holmgurt verleimt waren, wurde der ober Holmgurt, die End- und Nasenleiste angebracht

 

 hier werden die Zwischenräume zwischen dem Ober und Untergurt und den Rippen mit 3 mm Pappelsperrholz „verkastet“

 

anschließend wir die obere Beplankung aufgeleimt, dadurch bekommt das gesamte Gebilde schon etwas Festigkeit

 

jetzt kann der Flügel bedenkenlos für weitere Arbeiten von der Helling genommen werden. Die Querruder sind bereits heraus getrennt.

 

das Querruder ist komplett beplankt und fertig gestellt und die Scharniere eingepasst.

 

auch die Störklappen sind eingepasst und eingeleimt

 

Die „Kabelkanäle“, 10 mm Plastikrohr für die Elektrokabel für Störklappen und Querruder sind angebracht, die Unterseite des Flügels ebenfalls fast komplett beplankt.

 

weitere Ansicht

 

 beim Größenvergleich mit Erbauer und Mentor veranschaulicht gut die Dimension. Es fehlen ja noch gut 7 cm „Randbogen“. Ich habe Wilhelm geraten beim nächsten Projekt die Werkstatt etwas aufzustocken!

 

Der Rohbau der linken Fläche ist abgeschlossen. Das Querruder und der Randbogen wird gemeinsam mit denen der rechten Fläche nach deren Fertigstellung angebracht. Die „Kiellegung“ der rechten Fläche auf der Helling ist bereits erfolgt.

 

 

Flächenrohbau links und rechts weitgehend abgeschlossen

 

 

Ich bin mit dem Ergebnis eigentlich recht zufrieden, Nasenleisten und Randbögen fehlen hier noch

 

 

Als nächsten Schritt werden sie mit dem Rumpfmittelstück „verheiratet“.Bin dabei besonders auf die Gleichmäßigkeit der V- Form gespannt

 

 

heute sollte die Stunde der Wahrheit kommen. Beide Flächen werden mit dem Rumpfmittelstück verbunden. Da wird sich zeigen wie genau ich gearbeitet habe. Das Mittelstück ist maßgenau auf dem Baubrett fixiert, die Flächen stehen bereit!

 

 

die Flächen sind mit dem Steckungsrohr montiert. Die Passgenauigkeit macht einen guten Eindruck, die V- Form ist gleichmäßig und die Vorderkante liegt bei der Sichtprüfung wie es soll in einer Flucht.

 

 

Auch die Parallelität der Schränkung in den Endrippen sieht bei der Sichtprüfung gut aus

 

 

Nachdem die Position der Steckungsrohrhülsen in den Flächen und dem Mittelteil mit 5- Minuten Epoxy fixiert sind, werden sie mit Harz endgültig ausgegossen. Jetzt muss es passen!

 

 

Anfertigung der Nasenleiste und der Randbögen

 

 

Für die Nasenleiste wurde zuerst ein 10mm starke Balsa- Leiste an der Vorderkante geleimt. Anschließend lernte ich von Wilhelm wie man mit einem kleinen Hobel die Form der Nasenleiste schon mal grob dem Flügelprofil anpasst

 

 

Anschließend wurde mit einer langen Schleifleiste die Feinarbeit erledigt.

Die Randbögen an den Flügelenden wurden aus grob vorgeformten Vollbalsaklötzen gefertigt und anschließend sauber und passend zum Profil und Nasenleiste verschliffen

 

 

Anfertigung der Flügeltaschen. Um die Flügel beim Transport und Aufbewahrung einigermaßen vor Beschädigung zu schützen eignen sich Flügeltaschen recht gut.

Zur Anfertigung besorgte ich mir mit 250my Alufolie belegte Luftpolsterfolie. Diese schnitt ich mir der Flügelform gut passend zu. Nach dem Zusammenfalten zur Tasche klemmte ich die Folienenden mit Hilfe von zwei langen Leisten und Schraubzwingen zusammen. Dabei ließ ich ca. 15mm der Folie überstehen. Nun erhitzte ich vorsichtig aber ausreichend diesen Überstand mit einem Heißluftfön, dabei drückte ich die überstehenden Enden mit einer Kombizange cm für cm zusammen. Durch die Hitze war die Luftpolsterfolie in dem Bereich geschmolzen und die beiden Schichten verbanden sich

 

 

Dadurch entsteht vergleichbar dem einlaminieren von Schriftstücken eine recht stabile „Naht“ und die Taschen lassen sich prima als solche verwenden.

 

Passt!

 

 

So, heute war der große Tag. Das Flugzeug wurde zum ersten Mal kpl. aufgebaut. Heute sollte sich zeigen, ob sich das Flugzeug montieren lässt und alles zueinander passt. Und, so kann ich berichten, es klappte. Die Flügel ließen sich ohne eine Korrektur wie erhofft gut montieren

 

 

Der Übergang von der Wurzelrippe zum Flächenmittelstück passt gut und spaltfrei

 

 

Ebenso der Anschluss zum Rumpf auf der Flügelunterseite macht links und rechts einen zufriedenstellenden Eindruck

 

hier noch einmal die rechte Seite

 

 

In dieser Perspektive lassen sich mal die Dimensionen erahnen. Die Werkstatt reicht gerade so aus

 

 

In der Frontansicht zeigt sich dass Flügel, V- Form und Leitwerksektion gut in der Flucht liegen

 

weitere Ansicht

 

 

Wilhelm vermisst mit einem Stück Schnur den Abstand Seitenleitwerk- Flügelrandbogen li. und re. Daran lässt sich einfach und gut erkennen ob die Flügelposition korrekt zur Rumpfmittellinie ist. Stimmt!! Keine Korrektur erforderlich

 

 

Auch die Rumpfabdeckung zwischen den Flügeln sitzt gut und passt sich schön der Rumpfform an

 

 

Mit handelsüblichen Flügelschrauben werden die Flügel zum Mittelstück hin auf dem Steckungsrohr fixiert